Seniorenzentrum Martha-Maria Nagold

Detailansicht

Finger tippt auf Tablet-Kalender, grünes Pflanze im Hintergrund.
Zurück

Die neue Unternehmensstrategie vorgestellt:

Diakoniewerk
24.11.2025

Mit „Zehn Strategische Zielen“ geht das Diakoniewerk Martha-Maria in die Zukunft. Wir stellen die einzelnen Ziele in Interviews vor. Im aktuelle Interview sprechen Finanzvorstand Thomas Völker und Direktor a.D. Dr. Hans-Martin Niethammer über das Ziel Nummer 10: „Wir sind ökologisch und sozial nachhaltig.“

Im Jahr 2024 hat das Diakoniewerk Marta-Maria seine strategischen Ziele aktualisiert und in manchen Formulierungen geschärft. In bereits neun Videos haben wir Ihnen diese Ziele der Reihe nach vorgestellt. Heute präsentieren wir Ihnen das zehnte Video und damit auch das letzte der strategischen Ziele. Unter der Überschrift „Die Wirtschaftlichkeit steht im Dienst des Auftrags“ heißt es dort:

Für das Diakoniewerk Marta-Maria steht die Wirtschaftlichkeit seiner Einrichtungen im Dienst seines diakonischen Auftrags.

Dr. Hans Martin Niethammer, der Vorstandsvorsitzende des Diakoniewerks, war darüber im Gespräch mit Thomas Völker, dem Finanzvorstand des Diakoniewerks Martha-Maria.

Lesen Sie hier das Interview in voller Länge:

Dr. Hans Martin Niethammer: Herr Völker, das Thema Wirtschaftlichkeit kommt erst am Schluss der Strategie. Ist das ein Signal, dass Wirtschaftlichkeit bei uns eine untergeordnete Rolle spielt und an letzter Stelle kommt.

Thomas Völker: Nein, auf keinen Fall. Man könnte auch sagen, das Beste zum Schluss. Aber auch das wäre falsch. Man sollte es vielleicht so sehen: Die Wirtschaftlichkeit ist ein Stück weit auch eine Klammer für alle Punkte, die auch in den letzten Videos schon besprochen wurden. Und ich würde mal herausgreifen die Themen soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit, aber auch Ökologie. Das sind letztendlich Themen, die eng mit der Wirtschaftlichkeit verbunden sind. Und deshalb finde ich es ganz gut, dass das auch der Abschluss dieser Videointerviews ist. Ohne eine stabile wirtschaftliche Verhältnisse wäre es letztlich auch schwer, unseren sozialen Auftrag zu erfüllen. Man muss vielleicht zur Klarstellung auch noch hinzufügen: In diesem Abschnitt geht es ja speziell auch um die wirtschaftlichen Verhältnisse – also die Beziehungen des Trägers zu seinen Einrichtungen. Wir betonen in diesem Abschnitt, was eigentlich für ein gemeinnütziges Unternehmen, für ein diakonisches Unternehmen klar ist: Wir haben als Eigentümer keine eigenen wirtschaftlichen Interessen. Wir müssen keine Investoren befriedigen, wir müssen keine Renditen erwirtschaften. Alles, was wir erwirtschaften, kommt letztlich unseren Mitarbeitenden und dann vor allem auch unserer gemeinnützigen Arbeit zugute.

Niethammer: Bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir es mit der Wirtschaftlichkeit nicht so genau nehmen müssen, dass es auf ein paar Euros mehr oder weniger deshalb bei uns nicht ankommt?

Völker: Natürlich kommt es ganz klar auf die Wirtschaftlichkeit an! Wir als Diakoniewerk haben ja selbst keine großen Einnahmen, sondern letztendlich kommen die Einnahmen aus den Gesellschaften. Und deshalb ist auch unsere Erwartung als Träger, als Eigentümer, dass wir letztlich die Gesellschaften dazu bringen, dass sie wirtschaftlich sind und sich selbst auch tragen. Und wir dann als Diakoniewerk mit den Gesellschaften zusammen Innovationen starten können, wachsen und neue Geschäftsfelder erschließen können. Natürlich muss man auch eins bedenken: Es gibt viele Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. Da sind zuallererst die politisch festgelegten Rahmenbedingungen. Wir können die Preise für unsere Leistungen nicht selbst gestalten und müssen letztlich auch genau schauen, dass wir unsere Ressourcen richtig einsetzen: Wir müssen auf der einen Seite bei den Budgetverhandlungen auf ausreichende Finanzierung achten und haben auf der anderen Seite natürlich auch das Thema Kosteneinsparung immer im.

Niethammer: Du hast erwähnt, dass wir von den Kostenträgern ein Stück weit abhängig sind. Nun wird gerade den gemeinnützigen Trägern jetzt immer häufiger vorgeworfen, sie hingen am Tropf des Staates und seien eigentlich gar nicht unabhängig. Dabei wird völlig verkannt, dass es genau das war, was – nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus – ausdrücklich gewollt war: Dass der Staat nicht alles selber macht, sondern bestimmte Aufgaben an unabhängige Institutionen delegiert und sie mit einer ausreichenden Finanzierung versieht. Leider ist das auch bei vielen politischen Akteuren in Vergessenheit geraten und man hat manchmal den Eindruck, dass gerade die gemeinnützigen Krankenhäuser oder Einrichtungen da eher ein bisschen ins Hintertreffen geraten. Aber müssen wir immer wieder zu betonen: Wir sind frei, wir sind unabhängig und wenden uns wirklich allen Menschen auch ohne Vorgaben von außen zu.

Völker: Ja, das sehe ich absolut genauso. Und gerade das, was du sagst: Die Unabhängigkeit ist wichtig für uns, sie ist aber auch wichtig für die einzeln Gesellschaft. Hier stehen unsere Geschäftsführungen in der Pflicht, das in die in die richtige Richtung zu lenken. Natürlich wollen wir immer die schwarze Null erreichen. Letztendlich müssen wir alle daran arbeiten, sowohl unabhängig zu bleiben, aber uns eben auch im Rahmen dieser Wirtschaftlichkeit zu bewegen. Es kommt auf jeden Einzelnen, auf jede Einzelne an!

Das Interview können Sie hier anschauen:

Videointerview

Damit ist die Serie der Interviews zu den zehn strategischen Zielen abgeschlossen. Alle Folgen finden Sie hier:

Zu den Videos

Der gesamte Text der Strategischen Ziele steht hierzum Download zur Verfügung und liegt als Broschüre aus.

Gerne nehmen wir Ihre Fragen und Anregungen entgegen und diskutieren mit Ihnen die Umsetzung der Ziele – schreiben Sie uns an direktion@martha-maria.de und nutzen Sie die Kommentarfunktion.

Unterstützung gesucht

Unterstützen Sie unsere gemeinnützigen Projekte.

Jetzt spenden Projekte kennenlernen

Angebot Betreuung Ausbildung Kontakt & Team
Karriere Alle Infos Alle Jobs