Fragen

Häufige Fragen

Wir haben für Sie die Fragen zusammengefasst, die Sie sich vielleicht auf Ihrer Suche bereits gestellt haben. Falls sie weitere Anliegen haben, die hier noch nicht beantwortet wurden, so melden Sie sich bei uns per Telefon, per Mail oder ganz persönlich, wir nehmen gerne Zeit für Sie.

Wie lange sind die Wartezeiten auf einen Heimplatz?

Da wir keine befristete Verträge außer Kurzzeitpflege abschließen, ist es nicht möglich genauen Zeitraum zu nennen. Sobald ein Zimmer frei ist, werden die Wartenden von uns kontaktiert. Dazu brauchen wir einen ausgefüllten Aufnahmebogen, wenn Sie Interesse an unseren Einrichtung haben.

Was kostet der Heimplatz? Wie hoch ist der Eigenanteil?

Wir haben eine Preisübersicht erstellt, diese finden Sie auf unserer Startseite. Wenn Sie Fragen hierzu haben, kontaktieren Sie uns bitte.

Gibt es Wohnmöglichkeiten für (Ehe-)Paare?

Für Ehepaare gibt es die Möglichkeit, in Doppelzimmern oder in zwei Einzelzimmern mit gemeinsamem Bad zu wohnen.

Welche Um- und Abmeldungen bzw. Beantragungen sind zu beachten? Erhalte ich hierbei Hilfe?

Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei den erforderlichen Verwaltungsangelegenheiten. Kontaktieren Sie uns.

Hat mein Zimmer ein Telefon?

Der Telefonanschluss ist in jedem Zimmer installiert. Sie können mitgebrachtes Gerät  selbständig mit persönlicher Telefonnummer für sich anmelden. Die Abrechnung erfolgt dann wie gewohnt über Ihren Telefonanbieter.

Kann ich in meinem Zimmer fernsehen?

Der Fernseheranschluss ist ebenso in jedem Zimmer installiert. Sie können Ihren heimischen Fernseher gern mitbringen uns müssen sich dann nur noch um die Ummeldung des Fernsehanschlusses kümmern. Einen entsprechenden Ummeldeformular stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bewohnt man ein Doppelzimmer, empfehlen wir die Nutzung von Kopfhörern zur gegenseitigen Rücksichtnahme.

Muss ich meine Kleidung kennzeichnen?

Für die Kleidung, die in unseren Hauswäscherei gewaschen wird, ist es ein Muss. Für die Kleidung, die von Ihren Angehörigen gewaschen wird, ist es herzlichst empfohlen, damit es beim versehentlichen Abhandekommen sicher zugeordnet werden kann. Kostenpauschale erheben wir einmalig beim Einzug und diese gilt auch für später angeschaffte Kleidung/Wäsche. Wir bitten Sie nur zu beachten: Pflegeleichte Kleidung zu bevorzugen. Denn bei Kleidungsstücke aus z.B. Cashmere können wir trotz der Feinwäsche bei 30 Grad keine Garantien geben. Falls Sie unsicher bei der Kleidungwahl sind, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeitende.

Kann ich meine eigene Bettwäsche mitbringen/waschen?

Das Haus stellt Flachwäsche (Bettwäsche und Handtücher) für alle Bewohner zur Verfügung. Es ist möglich eigene Flachwäsche mitzubringen, die ebenso wie die andere persönliche Wäsche gekennzeichnet werden muss. Kostenpauschale gilt auch für diese Wäsche. Sie können diese Wäsche entweder in der hauseigener Wäscherei oder durch Ihre Angehörigen waschen lassen. Falls Sie sich für unsere Wäscherei entscheiden, müssen Sie berücksichtigen, dass die Wäsche kochfest sein soll. Auf ausreichende Stückzahl zum regelmäßigen Wechsel und strapazierfähige Qualität sollten Sie achten. 

Welche Sachen müssen beim Einzug mitgebracht werden?

Bringen Sie bitte Ihre persönliche Bekleidung in ausreichender Menge zum Einzug mit. Bettwäsche, Handtücher und Waschlappen werden von der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Bereits in der Häuslichkeit genutzte personenbezogene  Hilfsmittel, wie zum Beispiel Rollator, Rollstuhl, Toilettensitzerhöhung etc. werden auch in unserer Einrichtung genutzt. Bitte bringen Sie dieses ebenfalls mit. Selbstverständlich brauchen Sie auch ihre persönlichen Körperpflegeutensilien wie Kamm, Zahnpflegeset u.s.w.
Desweiteren brauchen wir Krankenversichertenkarte und, wenn vorhanden, Bescheinigung über Zuzahlungsbefreihung, Medikamente und Ärztliche Verordnung dafür.
Und, falls nicht schon erledigt, brauchen wir, wenn vorhanden, Vollmachten und Patienzenverfügung.

Darf ich persönliche Möbel/Gegenstände mitbringen?

Es ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht den eigenen Wohnraum durch private, vertraute Möbel und Ausstattungsgegenstände zu gestalten. In Absprache mit dem Leitungsteam kann die Grundausstattung (Bett, Nachttisch und Schrank) mit persönlichen Gegenständen und Möbelstücken ergänzt werden.

Kann ich mein Haustier mitbringen/bzw. kann das Tier bei Besuchen mitgebracht werden?

In Absprache mit dem Leitungsteam können vorhandene Kleintiere mitgebracht werden. Das Tier braucht eine tierärztliche Bescheinigung, dass es frei von ansteckenden Krankheiten ist. Aufgrund der heimrechtlichen Bestimmungen muss das Tier auf eigene Kosten regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden. Die Pflege des Tieres muss selbstständig von Bewohner oder deren Angehörigen durchgeführt werden. Selbstverständlich kann unter diesen Bedienungen zu Besuchen auch ein Tier mit in die Einrichtung gebracht werden.

Welche Ärzte versorgen mich, wenn ich im Heim bin?

Ihr Hausarzt und die Fachärzte können Sie auch weiterhin medizinisch betreuen und so das gewachsene Vertrauensverhältnis fortsetzen. Auf Wunsch können wir Sie bei einem Arztwechsel unterstützen, falls die bestehende Betreuung aufgrund eines Ortswechsels oder anderen Gründen nicht mehr möglich ist. 

Woher bekomme ich meine Medikamente?

Um eine zuverlässige medizinische Versorgung zu gewährleisten, kooperieren wir mit den ortsansässigen Apotheken. Sie erhalten, wenn durch Zuzahlung oder Rezeptgebühren erforderlich, am Monatsende bequem eine Rechnung von der Apotheke, die Sie dann wie gewohnt begleichen können.

Wer gibt mir als Angehöriger Informationen über den Alltag im Heim?

Alle Mitarbeitende und das Leitungsteam stehen Ihren Fragen jederzeit offen gegenüber und nehmen sich bei Bedarf ausführlich Zeit für längeren Gespräch. Die Mitarbeitenden der Verwaltung stehen Ihnen täglich für organisatorische Fragen zur Verfügung oder können Ihnen falls nötig den entsprechenden Ansprechpartner nennen. Allgemeingültige Informationen zu Veranstaltungen und externen Angeboten entnehmen Sie unseren News- und Veranstaltungsseite oder den Aushängen im Eingangsbereich des Hauses und auf den Wohnbereichen. Außerdem berichten wir alle 3 Monate über das Geschehen im Haus in einer Hauszeitung. Fragen Sie danach in der Verwaltung.

Wie kann ich mich engagieren, z.B. ehrenamtlich?

Ihr Engagement wissen unsere Bewohner und Mitarbeiter hoch zu schätzen. Ehrenamtlich Tätige genießen die kollegiale Anerkennung im Pflege- und Betreuungsteam. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind z. B. Spaziergänge, Gespräche, Vorlesen, Spielnachmittage. Der ehrenamtlich Tätige ist durch eine entsprechende Vereinbarung unfall- und haftpflichtversichert. Eigene kreative Ideen können in die Arbeit einfließen, wobei die Teilnahme an internen Fortbildungen erwünscht und ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch organisiert ist. Mehr dazu finden Sie auf unseren Seite für Engagement und Ehrenamt.

Pflegespezifische Fragen
MDK

MDK steht für: Medizinischer Dienst der Krankenversicherung. Damit sind die gesetzlichen Kassen gemeint, für Privatversicherte ist ein anderer Dienst (MEDICPROOF) zuständig. Zu den vorrangigen Aufgaben des MDK gehört die Pflegebegutachtung von Krankenversicherten.  
Sobald ein Versicherter bzw. eine von ihm bevollmächtigte Person einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt hat, kommt der Begutachtungsprozess in Gang.

Dieser läuft in der Regel ab wie folgt: 

  • Der Antrag auf Pflegesachleistungen bzw. Pflegegeld geht bei der Pflegekasse der oder des Pflegebedürftigen ein 
  • Die Pflegekasse beauftragt den MDK, ein Gutachten zu erstellen 
  • Normalerweise kommt ein MDK-Gutachter bzw. eine Gutachterin zur pflegebedürftigen Person nach Hause, in Ausnahmefällen funktioniert die Begutachtung auch im Krankenhaus oder nach Aktenlage 
  • Der Gutachter/die Gutachterin befragt die pflegebedürftige Person und (falls anwesend) nahestehende Personen zu Beeinträchtigungen in sechs wichtigen Lebensbereichen. Außerdem beobachtet er, wie der zu Pflegende sich bewegt und kommuniziert. All das dient der Feststellung des Pflegegrads. 

MDK-Gutachter sind Ärzte oder Pflegefachkräfte und kennen sich daher mit häufigen Erkrankungen und deren Symptomen aus. Bei der Begutachtung schlagen viele Gutachter sofort sinnvolle Hilfsmittel, Reha-Maßnahmen oder andere Wege vor, die den Pflegebedürftigen bzw. seine Angehörigen entlasten könnten. 
Anschließend wird das Gutachten erstellt, aufgrund dessen die Pflegekasse über den Pflegegrad entscheidet.  


Qualitätsprüfungen im Pflegeheim 
Auch in den Pflegeheimen ist der MDK regelmäßig präsent, denn er ist für die Qualitätsprüfungen zuständig. 
Ende 2019 trat die neue MDK-Prüfrichtlinie in Kraft: Alle Pflegeheime müssen halbjährlich wichtige Daten über ihre Bewohnerinnen und Bewohner erheben. Dabei wird unter anderem festgehalten, wie gut Alltagsfähigkeiten erhalten werden können, wie auf besondere Anforderungen reagiert wird und wie gut Heimbewohner vor Stürzen, Mangelernährung und Dekubitus geschützt sind. Diese Daten leiten die Einrichtungen (anonymisiert) an die MDK weiter. Regelmäßige Stichproben in den Einrichtungen sollen den Wahrheitsgehalt der Angaben überprüfen, am Ende soll es aussagekräftige Bewertungen der Qualität der Einrichtungen geben. 

Gerne informieren wir Sie über die bisherigen und die neuen Ergebnisse unserer Seniorenzentren Martha-Maria Nagold. Sprechen Sie uns darauf an. 

Heimaufsicht

Die Heimaufsicht ist zuständig für Alten- und Pflegeheime, Hospize, ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie Einrichtungen für Erwachsene mit Behinderungen in einer Stadt oder einem Landkreis. Allerdings ist in einigen Bundesländern, wie Rheinland-Pfalz oder dem Saarland, die Heimaufsicht auf Landesebene angesiedelt.  
 
Wichtigste Aufgaben: beraten, kontrollieren, Bewohner schützen 
 
Die Heimaufsicht hat vor allem folgende Aufgaben: 

  • die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen zu schützen 
  • Einrichtungen bzw. ihre Träger zu überwachen und zu kontrollieren 
  • Einrichtungen bzw. ihre Träger zu beraten, wenn sie ein neues Heim bauen bzw. eröffnen oder ein bestehendes Heim aus- und umbauen möchten 
  • Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen bzw. gesetzlichen Betreuer zu beraten 
  • Anlaufstelle für Beschwerden zu sein und denselben nachzugehen. 

 
Um die Qualität der stationären Einrichtungen überprüfen, setzt die Heimaufsicht auf regelmäßige, unangemeldete Begehungen (nach Möglichkeit jährlich). Dabei übernimmt ein fachkundiges Team (z.B. Ärzte, Pflegekräfte, Verwaltungsfachkräfte) diese Begehungen. Weil sie speziell dafür geschult sind und einen landeseinheitlichen Prüfleitfaden nutzen, ist für größtmögliche Einheitlichkeit gesorgt.  
 
Schließlich halten die Prüferinnen und Prüfer die Ergebnisse in Prüfberichten fest, inklusive aller Mängel. Manche dieser Prüfberichte finden sich online, andere sind auf direkte Nachfrage in der Einrichtung einsehbar. Sprechen Sie uns bei Interesse auf unsere aktuellsten Prüfberichte an. 

Pflegegrad

Sie benötigen in immer mehr Bereichen des täglichen Lebens Unterstützung? Ihr Partner, Ihre Mutter, Ihr Vater verliert zusehends an Mobilität, geistigen Fähigkeiten und Selbstständigkeit? Dann haben Sie ein Anrecht darauf, den Pflegegrad bestimmen zu lassen. Denn ab Pflegegrad 2 (von 5) stehen Ihnen Pflegegeld sowie Pflegesachleistungen zu, die Sie entlasten und dafür sorgen können, dass Sie Ihr Leben weiterhin gut meistern.  Außerdem ermöglichen es diese Leistungen, dass Pflegebedürftige - solange möglich und gewünscht - in den eigenen vier Wänden leben. Zieht der Pflegebedürftige ins Betreute Wohnen bzw. eine Senioreneinrichtung um, beteiligt sich die Pflegekasse ebenfalls daran - je höher der Pflegegrad, desto mehr wird übernommen. 

Darum lohnt es sich, den Pflegegrad bestimmen zu lassen, sobald sich abzeichnet, dass für Sie bzw. Ihren Angehörigen dauerhaft Pflege nötig sein wird. Wenden Sie sich hierzu schriftlich oder telefonisch an Ihre Pflegekasse (die der Krankenkasse angegliedert ist, daher gelten dieselben Kontaktdaten).  
Je höher der Pflegegrad, desto mehr finanzielle Unterstützung. Maximal - bei dauerhafter stationärer Unterbringung in einem Pflegeheim - übernimmt die Pflegekasse monatlich festgelegte Beträge.

Feststellung des Pflegegrades

Der erste Schritt zu Pflegeleistungen ist der Antrag bei Ihrer Pflegekasse (die Ihrer Krankenkasse angegliedert ist, d.h. beide haben dieselben Kontaktdaten). Diesen Antrag können Sie telefonisch, per Brief, per Mail oder persönlich, vor Ort in einem Pflegestützpunkt, stellen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einem Verwandten oder Freund eine Vollmacht auszustellen, der Sie dann in dieser Aufgabe vertritt.  

Je schneller Sie Ihren Antrag stellen, desto besser - denn erhalten Sie einen Pflegegrad, gilt der Termin der Antragstellung als ausschlaggebend dafür, ab wann Ihnen Pflegeleistungen zustehen. Das heißt: Das Geld fließt früher. Sobald Ihr Antrag bearbeitet ist, beauftragt Ihre Pflegekasse einen Gutachter/eine Gutachterin damit, Ihren Pflegebedarf zu ermitteln. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, ist für dieses Gutachten der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (kurz MDK) zuständig. Bei privater Krankenversicherung übernimmt dies hingegen der medizinische Dienst der Privaten MEDICPROOF.  

In den meisten Fällen findet die Begutachtung zuhause statt, nur selten im Krankenhaus bzw. nach Aktenlage. Schon vor dem Vor-Ort-Termin können Sie sich in einer Pflegeberatung, zum Beispiel in Ihrer Diakoniestation, über den Ablauf solch einer Begutachtung informieren. 

Schritt für Schritt zum Pflegegrad 
Die Gutachter von MDK und MEDICPROOF sind Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachkräfte, die für diese Aufgabe noch extra geschult wurden. Daher kennen sie sich mit vielerlei Erkrankungen aus und kennen Menschen in allen Lebenslagen. Es ist also nicht nötig, vor dem Begutachtungstermin einen Putzdienst kommen zu lassen, zum Friseur zu gehen und die Sonntagskleidung anzuziehen. Vielmehr sollte Ihr Gutachter oder Ihre Gutachterin Sie so erleben, wie Sie im Alltag eben sind - mit Schwächen und Einschränkungen, schließlich benötigen Sie ja Unterstützung. Wenn Sie aktuelle Berichte von Ärzten oder aus Krankenhäusern, Ihren Medikamentenplan und Schwerbehindertenausweis und eine Liste all Ihrer Hilfsmittel (Brille, Rollator etc.) zurechtlegen, tragen Sie zusätzlich dazu bei, dass der Gutachter schnell einen Überblick über Ihre gesundheitliche Situation bekommt. 

Der Vor-Ort-Termin läuft in der Regel so ab: 

  • Der Gutachter kommt vorbei, befragt und beobachtet den Pflegebedürftigen und, sofern anwesend, die engsten Angehörigen  
  • Er notiert, in welchem wichtigen Lebensbereich welche Einschränkungen vorhanden sind   
  • Er berechnet den Pflegegrad und meldet seine Empfehlung an die Pflegekasse 
  • Die Pflegekasse entscheidet über den Pflegegrad 
  • Binnen 25 Arbeitstagen erfahren Sie, welchen Pflegegrad Sie aktuell haben  
  • Danach stimmen Sie dem entweder zu und erhalten Pflegeleistungen – oder Sie legen binnen eines Monats Widerspruch ein. 

 
Dabei gilt: Sollte Ihre Selbstständigkeit weiter abnehmen, sodass Sie mehr Hilfe benötigen, können Sie jederzeit die Höherstufung Ihres Pflegegrads bei Ihrer Pflegekasse beantragen.  
 
Das Pflegegutachten - um diese Lebensbereiche geht es 
 
Wenn der Gutachter da ist, möchte er herausfinden, wie gut Sie in allen wichtigen Lebensbereichen allein zurechtkommen bzw. wo genau Sie Hilfe brauchen. Daher stellen sowohl die Gutachter des MDK als auch die von MEDICPROOF Fragen, die die folgenden 6 Module abdecken:  

  • Mobilität (Positionswechsel im Bett, Sitzen, Treppensteigen etc.) 
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten (z.B. Erinnerungsvermögen, Teilnahme an Gesprächen, Gefahrenbewusstsein) 
  • Verhalten und psychische Problemlagen (z.B. nächtliche Unruhe, Aggressivität, Ängste) 
  • Selbstversorgung (z.B. Nahrungsaufnahme, Ankleiden, Körperpflege) 
  • Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen 
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. 

 
Außerdem wird Ihr Gutachter Sie beobachten - wie Sie sitzen, aufstehen (wenn möglich), sich bewegen, kommunizieren etc. Je mehr Hilfsbedarf sich insgesamt abzeichnet, desto höher Ihr Pflegegrad und desto mehr Pflegeleistungen stehen Ihnen zu. Schon ab dem Pflegegrad 1 können Sie einen Entlastungsbetrag erhalten, zum Beispiel für eine Haushaltshilfe. Ab Pflegegrad 2 gibt es den Anspruch auf Pflegesachleistungen und Pflegegeld.  
Wenn Sie Fragen rund um die Ermittlung Ihres Pflegegrads haben oder zu Angeboten, mit denen wir vom Seniorenzentrum Martha-Maria Sie unterstützen können, nehmen wir uns gerne Zeit für Sie. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail

Pflegesatzverhandlung

Wie viel darf eine konkrete Einrichtung - zum Beispiel unser Seniorenzentrum Martha-Maria Nagold - von Bewohnerinnen und Bewohnern beziehungsweise Angehörigen verlangen? Welche Beiträge sind für Pflegeleistungen, Kost und Logis, aber auch Investitionen in den Aus- und Umbau unserer Einrichtung sowie die Ausbildung neuer Pflegekräfte angemessen? 

Um das zu klären, finden Pflegesatzverhandlungen statt. Hierbei diskutieren die Träger, also zum Beispiel wir, mit Vertretern der Pflegekassen sowie der Sozialhilfeträger. Pflegesatzverhandlungen sind also unverzichtbar, denn sie sollen dafür sorgen, dass jedes Pflegeheim ausreichend Geld von Pflegekassen und Sozialhilfeträgern erhält, um gut wirtschaften zu können - und gleichzeitig dafür, dass die Bewohner bzw. ihre Angehörigen nicht unangemessen viel bezahlen. 
Darum kommt es immer zur Pflegesatzverhandlung, wenn ein Pflegeheim neu eröffnet sowie dann, wenn Entgelterhöhungen anstehen. 

Warum Entgelterhöhungen nötig sind 
Dabei zu beachten ist: Wenn Pflegefachkräfte angemessene Löhne sowie Sozialleistungen erhalten und wenn es besondere Therapieangebote in einer Einrichtung gibt, hat dies seinen Preis. Wann immer die Tariflöhne, Strom- und Lebensmittelkosten steigen, sind Entgelterhöhungen nicht zu vermeiden.  
In der Regel werden über die Entgelterhöhungen für Bewohner und Angehörige ausschließlich die steigenden Kosten der Pflegeeinrichtung (also z. B. steigende Energie- und Lebensmittelkosten) abgedeckt. Die Pflegeleistung an sich bleibt in diesem Fall unberührt. Allerdings kann manchmal auch eine Veränderung des Personalschlüssels zur Entgelterhöhung führen, sodass beispielsweise einem Bereich mehr Pflegekräfte zur Verfügung stehen. In diesem Fall werden die Bewohner und Ihre Angehörigen von uns schriftlich über die zu erwartenden Veränderungen informiert. 

Vor jeder Entgelterhöhung gilt: Vorab müssen wir schätzen und unter anderem Bewohner bzw. ihre Angehörigen darüber informieren, um wie viel die Kosten voraussichtlich steigen werden. Jede Pflegeeinrichtung ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben dazu verpflichtet, die Bewohnerinnen und Bewohner frühzeitig, meist noch vor dem Verhandlungstermin, über die beantragten Entgelte zu informieren. Hierbei setzen wir womöglich höhere Summen an, als schlussendlich ausgehandelt werden. Denn in der Pflegesatzverhandlung bewegen sich die beiden Seiten (Pflegeheimbetreiber einerseits, Pflegekassen- und Sozialhilfeträger andererseits) aufeinander zu, suchen einen auskömmlichen Kompromiss.  

Daraus erklärt sich, dass die vorher schriftlich bekanntgegebenen Entgelterhöhungen nur selten genau den Erhöhungen entsprechen, die später wirklich anfallen. Manchmal kann auch gar keine Einigung erzielt werden, dann wird noch die Schiedsstelle eingeschaltet. Auf jeden Fall können Sie sicher sein: Wir informieren Sie rund um jede Pflegesatzverhandlung so transparent wie möglich. 

Weitere Fragen beantwortet Ihnen gerne unsere Verwaltung vor Ort.  

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